Hiller-Ohm: 750.000 Euro für Heiligen-Geist-Hospital und St. Annen-Museum

Bild: Stephan H. Schenk

22.06.2017 | Der Bund unterstützt die weitere Sanierung des Lübecker Heiligen-Geist-Hospitals mit bis zu 400.000 Euro. Auch das St. Annen-Museum erhält bis zu 350.000 Euro im Rahmen des diesjährigen Denkmalpflegeprogramms „National wertvolle Kulturdenkmäler“. Das berichtet die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD), die sich seit langem für die Bundesmittel bei Kulturstaatsministerin Monika Grütters eingesetzt hatte.

„Ich bin sehr froh, dass der Bund die Sanierung des Heiligen-Geist-Hospitals und des St. Annen-Museums weiter finanziell unterstützt. Das spricht für die bundesweite Bedeutung dieser einzigartigen Lübecker Baudenkmäler“, erklärt Hiller-Ohm, die sich seit langem für die Bundesmittel eingesetzt hat.

Nach der Sanierung der stadtbildprägenden Westfassade mit den Türmen wird aktuell das Langhaus des Heiligen-Geist-Hospitals mit den eingebauten Kabäuschen saniert. „Die Sanierung gestaltet sich durch Schäden der Holzbalken des Dachstuhls aufwändiger als ursprünglich angenommen. Ich bin deshalb sehr froh über die weitere Finanzspritze aus Berlin“, so Hiller-Ohm. Mit den jetzt zugesagten 400.000 Euro unterstützt der Bund die Sanierung des Heiligen-Geist-Hospitals seit 2015 mit insgesamt einer Million Euro.

Mit weiteren 350.000 Euro fördert der Bund die Sanierung des mittelalterlichen Gewölbekellers des St. Annen-Museums. „Das Kellergewölbe ist über die Jahre stark in Mitleidenschaft gezogen worden, unter anderem durch ungünstige klimatische Verhältnisse aufgrund der Heizung. Um die Substanz des Gewölbes nicht zu gefährden, sollen die Heizungstechnik erneuert und die alten Gewölbesteine restauriert werden. Insgesamt sind dafür rund 1,5 Millionen Euro eingeplant. Der Bundeszuschuss wird hoffentlich mit dafür sorgen, dass die Arbeiten im kommenden Jahr abgeschlossen werden können“, erklärt Hiller-Ohm. Bereits 2013 hatte der Bund 115.000 Euro für erste Planungsarbeiten zur Verfügung gestellt.

„Ich freue mich, dass es gelungen ist, im Rahmen der Denkmalschutzförderung seit 2013 rund 5,4 Millionen Euro für Lübecker Bauwerke in die Hansestadt zu holen. Das zeigt den hohen Stellenwert, den die Hansestadt Lübeck auf Bundesebene hat“, zieht Hiller-Ohm Bilanz. Profitiert haben davon neben dem Heiligen-Geist-Hospital und dem St. Annen-Museum die Lübecker Synagoge, die Saalkirche, St. Aegidien sowie die Fischerkirche St. Andreas.