Ventile für die ganze Welt – made in Lübeck

Geschäftsführer Axel Weidner (li.) zeigt Ralf Stegner und Gabriele Hiller-Ohm die Fertigung bei Mankenberg Bild: Gabriele Hiller-Ohm

15.09.2017 | Ralf Stegner und Gabriele Hiller-Ohm besuchen Lübecker Mankenberg GmbH

Die Lübecker Bundestagsabgeordnete und Kandidatin für die kommende Bundestagswahl, Gabriele Hiller-Ohm (SPD), hat in dieser Woche gemeinsam mit dem Landes- und Fraktionsvorsitzenden der SPD Schleswig-Holstein Ralf Stegner die Lübecker Mankenberg GmbH besucht. Die beiden SPD-Abgeordneten besichtigten die Fertigung des Lübecker Traditionsunternehmens, das hochwertige Ventile und Regelungstechnik herstellt. Im Gespräch mit dem Geschäftsführer Axel Weidner und Auszubildenden nahmen Stegner und Hiller-Ohm mehrere Wünsche mit für die politische Arbeit.

„Mit der Mankenberg GmbH haben wir in Lübeck ein mittelständisches Vorzeigeunternehmen mit Tradition. Hier werden seit vielen Jahrzehnten Ventile für die ganze Welt gefertigt. Vor allem die Ausbildungsleistung ist vorbildlich: Die Ausbildungsquote liegt bei zehn Prozent – fast doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt mittelständischer Unternehmen“, berichtet Hiller-Ohm. Am Ende des dritten Lehrjahres bekommen die Azubis im Bereich Industrie- und Zerspanungsmechaniker eigenständige Projekte im Unternehmen. Um die soziale Kompetenz zu fördern, können die Auszubildenden an Seminaren der Ausbildungs-Akademie in Lübeck teilnehmen. Zudem gibt es eine intensive Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Lübeck und die Möglichkeit eines dualen Studiums im Bereich Maschinenbau, Elektrotechnik oder Bauwesen. „Trotzdem macht sich der Fachkräftemangel in den handwerklichen und technischen Berufen bemerkbar“, so Hiller-Ohm. „Dem muss auch die Politik entgegenwirken. Als SPD setzen wir uns nicht nur für die Erhöhung des Angebots an betrieblichen Ausbildungsplätzen ein, sondern auch die passgenauere Vermittlung über Jugendberufsagenturen, die keinen jungen Menschen mehr aus den Augen verliert – wie jetzt auch in Lübeck. Wir wollen zudem eine verbindliche Berufsorientierung ab der 7. Klasse an Schulen.“

Den Wunsch der Auszubildenden nach einer besseren Vermittlung digitalen Grundwissens an Berufsschulen hat die SPD bereits fest im Blick: „Mit einem Berufsschulpakt wollen wir die digitale Ausstattung der Berufsschulen modernisieren und dafür sorgen, dass genügend gute Lehrkräfte zur Verfügung stehen“, erklärt Hiller-Ohm. Auch bei Mankenberg sollen immer mehr Aufträge digital abgewickelt werden. Dafür sei die bestehende Internetverbindung am Standort leider nicht ausreichend, wie der Geschäftsführer Axel Weidner berichtete. „Das muss sich schnell ändern“, sagt Hiller-Ohm. „Die Versorgung mit einer Datengeschwindigkeit von mindestens 50 Megabit pro Sekunde soll bis 2018 flächendeckend möglich sein. Unser Ziel bis 2025 sind Gigabitnetze.“ Ein weiterer Wunsch des Unternehmens: Eine bessere Anbindung an den ÖPNV. Am Rand des Gewerbegebiets Roggenhorst sei die Busanbindung alles andere als optimal. „Gerade junge Azubis sind auf den Bus angewiesen. Eine bessere Anbindung bzw. Taktung wäre hier wünschenswert“, berichtet Hiller-Ohm abschließend.