Hiller-Ohm: Gerechtigkeit und Sicherheit bei der Rente wählen

Kandidierende in Lübeck zur Rente

20.09.2017 | Große Unterschiede der Lübecker Kandidierenden zur Bundestagswahl in der Rentenpolitik – 

Die Lübecker Bundestagsabgeordnete und Kandidatin für die kommende Bundestagswahl am 24. September, Gabriele Hiller-Ohm (SPD), wirbt für das SPD-Rentenkonzept. Das Konzept wird durch ein stabiles Rentenniveau und die Solidarrente mehr Gerechtigkeit im Alter schaffen und vor Altersarmut schützen. Damit will die SPD ihre erfolgreiche Rentenpolitik fortsetzen. Gleichzeitig sind die Rentenpositionen der Lübecker Mitbewerberinnen und Mitbewerber überraschend.

„Eine verlässliche Rente ist Voraussetzung für ein würdiges Leben im Alter ohne Armut. Wer lange gearbeitet hat, verdient es gut abgesichert zu sein. Ob Jung oder Alt: Alle sollen sich auf die gesetzliche Rente verlassen können! Die CDU will das Rentenniveau weiter absinken lassen und diskutiert zugleich, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mindestens bis zu ihrem 70. Lebensjahr arbeiten sollen. Das halten wir nicht für gerecht und treten deshalb mit unserem Rentenkonzept an:

  • Alle, die junge und die ältere Generation, können sich auf ihre Rente verlassen: Mit einer doppelten Haltelinie sichern wir ein Rentenniveau von mindestens 48 Prozent und sorgen dafür, dass die Rentenbeiträge die gesetzlich festgeschriebene Marke von 22 Prozent nicht überschreiten.
  • Die Solidarrente – Arbeiten lohnt sich: Die Solidarrente garantiert allen, die lange gearbeitet aber wenig verdient haben, dass sie abgesichert sind und nicht zum Sozialamt müssen. Sie bekommen eine Rente, die zehn Prozent über der Grundsicherung liegt.
  • Gute Rente folgt aus guter Arbeit: Deshalb kämpfen wir für ordentliche Löhne. Wir werden Frauen durch das Rückkehrrecht aus der Teilzeitfalle holen, prekäre Arbeitsverhältnisse zurückdrängen und Familie und Beruf besser vereinbar machen.

Mit dem Konzept wollen wir unsere erfolgreiche Rentenpolitik fortsetzen. Durch die abschlagsfreie Rente ab 63 und die verbesserte Erwerbsminderungs- und Mütterrente haben wir bereits vielen zu einer höheren Rente verholfen. Rund zehn Millionen Menschen profitieren davon – etwa 26.000 bei uns in Lübeck. Am 1.1.2018 tritt zudem ein Freibetrag von rund 200 Euro für zusätzliche Altersvorsorge wie Betriebs- oder Riester-Renten in der Grundsicherung in Kraft. Dadurch lohnt sich Vorsorge in jedem Fall.

Mich überraschen die Rentenpositionen, die von Claudia Schmidtke (CDU) und Thorsten Fürter (DIE GRÜNEN) auf der Seite Abgeordnetenwatch (kandidatencheck.abgeordnetenwatch.de) angegeben wurden: Beide sehen im Gegensatz zur SPD und mir keine Veranlassung, die Renten zur Vermeidung von Altersarmut zu erhöhen (These 4). Wir als SPD wollen das mit der erwähnten Sicherung des Rentenniveaus und der Einführung der Solidarrente tun. Interessanterweise spricht sich Thorsten Fürter von den Grünen entgegen seiner Partei ausdrücklich für die Erhöhung des Renteneintrittsalters aus (These 20).“