Fehmarnbelt-Anbindung: Besserer Lärmschutz auch für Lübeck

Bild: Stephan H. Schenk

Zur aktuellen Berichterstattung über die von den betroffenen Kommunen geforderten Lärmschutzmaßnahmen an der Hinterlandanbindung der geplanten festen Fehmarnbeltquerung erklärt die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD), die am Donnerstag in Berlin im Gespräch mit dem Projektbeirat des Dialogforums Feste Fehmarnbeltquerung war:

„Der intensive Dialog darüber, wie die Anwohnerinnen und Anwohner an der Belttrasse wirksam vor Lärm geschützt werden können, ist unabdingbar angesichts der erwarteten Erhöhung des Zugverkehrs. Entscheidend ist, dass über Ostholstein hinaus auch in Lübeck Lärmschutz für den künftigen Bahnverkehr gewährleistet wird. Das bedeutet: Die Lübeckerinnen und Lübecker, die an der Strecke wohnen, müssen ebenfalls entsprechend von übergesetzlichen Lärmschutzmaßnahmen profitieren. Diese kann der Bundestag im Einzelfall beschließen, da die Strecke Teil des EU-Kernnetzes ist und eine umfassende Bürgerbeteiligung stattgefunden hat.

Deshalb kommt es darauf an, dass Lärmschutzmaßnahmen auch entlang der Bestandsstrecke – die in Lübeck nicht wesentlich verändert wird – greifen. Dazu war ich auch im konstruktiven Austausch mit dem Lübecker Bürgermeister. Die Hansestadt Lübeck hat sich über das Dialogforum in den Prozess eingebracht. So konnten wichtige Punkte für das Lübecker Stadtgebiet im Forderungspapier verankert werden, wie auch die Gewährleistung aktiver Schallschutzmaßnahmen, die einen Vollschutz gewährleisten, also keine weiteren passiven Maßnahmen wie Schallschutzfenster benötigt werden.

Aufgrund der prognostizierten Zunahme des Bahnverkehrs in Lübeck um rund 190 zusätzliche Züge im Güter- und Personenverkehr bis 2030 ist es zudem nötig, dass die DB AG einen aktuellen ‚Stresstest‘ für den Lübecker Hauptbahnhof vornimmt, der auch die Güterverkehrsprognose der Lübecker Hafenaufsicht mit einbezieht.“