Hiller-Ohm: Langsames Internet gefährdet Tourismus in Deutschland

Bild: © SPD Parteivorstand/Benno Kraehahn (CC-BY-SA 4.0)

Der Startschuss für den Aufbau des 5G-Netzes ist gefallen und die Versteigerung der Lizenzen für die Mobilanbieter läuft. Für den Tourismusstandort Deutschland ist es unverzichtbar, dass schnelles Internet nicht nur an Autobahnen und in den Städten, sondern auch in den ländlichen Regionen verfügbar ist. Funklöcher und die Meldung „Kein Netz“ bremsen den Deutschlandtourismus aus, fürchtet die tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Gabriele Hiller-Ohm:

„Wir brauchen vor allem auch in den ländlichen Regionen schnelles Internet, damit der Wirtschaftsfaktor Tourismus hier nicht ausgebremst wird. Die Entscheidung für einen Urlaubsort hängt für sehr viele Reisende maßgeblich von der Verfügbarkeit eines schnellen Internets ab. Ausländische Gäste sind aufgrund von Sprachhemmnissen besonders stark auf Informationen aus dem Netz angewiesen.

Auch für die Anbieter von Reiseleistungen ist ein zuverlässiges und schnelles Internet für die Vermarktung ihrer Produkte und für die Erreichbarkeit dringend erforderlich. Deshalb darf sich der Netzausbau nicht nur auf Städte und Ballungsgebiete konzentrieren. In den ländlichen Gebieten ist zurzeit gerade einmal jeder zweite Haushalt mit 50-MBit-Verbindung versorgt. In der Regel fehlen Glasfasernetze für eine schnelle Datenleitung. Das muss sich ändern, damit die ländlichen Regionen nicht abgehängt werden. Verkehrsminister Andreas Scheuer ist in der Pflicht, sich für den Netzausbau auch in den ländlichen Gebieten stark zu machen.

Die SPD hat gestern in ihrer Fraktionssitzung geliefert und ein Positionspapier beschlossen, in dem ein Gesamtkonzept Mobilfunk inklusive eines Bundesförderprogramms für den Mobilfunk ausgearbeitet wurde. So können wir die Funklöcher in Deutschland endlich schließen. Ich setze auch große Hoffnungen in die Versteigerung der Lizenzen. In Deutschland sollte an jeder Milchkanne, auf jeder Autobahn, in jedem Zug und in jeder ländlichen Region gutes und schnelles Netz verfügbar sein. Dadurch können wir auch den Tourismus weiter stärken.“