Sozialer Arbeitsmarkt – auch für Lübeck eine große Chance

Bild: Stephan H. Schenk

Jetzt startet auch Lübeck mit dem sozialen Arbeitsmarkt. Doch bis jetzt wurden von den geplanten 50 geförderten Stellen der Stadtverwaltung nur zehn beantragt. Die Bürgerschaft konnte sich bislang nicht auf einen Aufgabenträger einigen. Dazu erklärt die Lübecker SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm, Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales:

„Es ist sehr gut, dass jetzt auch in Lübeck mit dem sozialen Arbeitsmarkt gestartet wird. Die SPD hat sich auf Bundesebene gegen erhebliche Widerstände des Koalitionspartners CDU/CSU dafür eingesetzt, dass Menschen, die schon sehr lange arbeitslos sind, eine Chance auf einen Job erhalten. Für langzeitarbeitslose Menschen ist das Teilhabechancengesetz eine konkrete Perspektive, um wieder in den geregelten Arbeitsmarkt zurückzufinden. Arbeit bedeutet nicht nur finanziell auf eigenen Beinen zu stehen, sondern vor allem auch die Möglichkeit am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Menschen, die über einen langen Zeitraum keine Arbeit finden und auf Sozialleistungen angewiesen sind, verlieren oft Selbstvertrauen und ziehen sich zurück. Das wollen wir ändern! Jeder Mensch soll ein Recht auf Arbeit erhalten. Dafür setzt sich die SPD ein. Der soziale Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Schritt, um ein Recht auf Arbeit auch umsetzen zu können. Der Bund stellt für den sozialen Arbeitsmarkt bis 2022 vier Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung. Arbeitsplätze können sowohl in der Kommune, bei Vereinen und auch in der freien Wirtschaft eingerichtet werden.

Ich freue mich, dass die Lübecker Stadtverwaltung mit gutem Beispiel vorangeht. Bedauerlich ist allerdings, dass die Einrichtung von 50 vereinbarten Jobs wegen politischer Uneinigkeiten nicht umgesetzt werden können. Jeder neue Arbeitsplatz ist eine Chance für die betroffenen Menschen und ihre Familien. Die Lübecker Politikerinnen und Politiker sollten sich schnellstmöglich einigen, um die Möglichkeiten des sozialen Arbeitsmarktes voll auszuschöpfen.“