Hiller-Ohm zum Tag der Organspende: Danke an alle für ihre Bereitschaft zur Organspende!

Bild: © SPD Parteivorstand/Benno Kraehahn (CC-BY-SA 4.0)

An jedem ersten Samstag im Juni wird an die vielen Menschen und deren Angehörige und Freunde gedacht, die durch eine Organspende anderen geholfen haben. Dieser besondere Tag soll dazu beitragen, über das Thema Organspende nachzudenken und in den Austausch mit Angehörigen von Spendern und Empfängern von Spenderorganen zu treten. In Lübeck wird der SPD-Gesundheitsexperte und stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Bundestag Prof. Dr. Karl Lauterbach gemeinsam mit dem Dialysearzt Lutz Hennings am 19. Juni um 16 Uhr in Lübeck in der Diele in der Mengstraße über das Thema Organspende und aktuelle gesetzliche Initiativen informieren. Lauterbach favorisiert die sogenannte doppelte Widerspruchslösung. Dazu erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm:

 

 

„Ich danke allen, die bereit sind Organe zu spenden und so das Leben vieler Menschen retten können. Es ist ein gutes Zeichen, dass sich in unserer Gesellschaft eine große Mehrheit – nämlich 84 Prozent – für Organspenden ausspricht. Aber leider besitzen nur 36 Prozent tatsächlich einen Spenderausweis. Zurzeit sind in Deutschland 9.400 schwerstkranke Menschen auf ein Spenderorgan angewiesen. Viele von ihnen werden vergeblich warten, da es für sie kein Organ geben wird. Die Zahl der tatsächlichen Organspenden ist rückläufig und steht in keinem Verhältnis zur breiten Zustimmung zu Organspenden in unserer Gesellschaft. Wie lässt sich diese Lücke schließen? Ich unterstütze den Vorschlag von Karl Lauterbach und Gesundheitsminister Jens Spahn für eine doppelte Widerspruchslösung. Jeder Volljährige wäre dann automatisch Spender wenn und solange er nicht widerspricht. In einem Zentralregister müsste festgehalten werden, wer spenden will und welche Organe gegebenenfalls von der Spende ausgenommen sein sollen und wer einer Organspende generell widerspricht. Ich finde das wäre eine gute Lösung und würde Angehörigen und Ärzten eine große Last abnehmen. Ich bin mir sicher, dass mit dieser Lösung mehr Spenderorgane zur Verfügung stehen und vielen schwerkranken Menschen geholfen werden könnte.“