Die grausame Praxis des Kükenschredderns muss endlich ein Ende haben

Bild: © SPD Parteivorstand/Benno Kraehahn (CC-BY-SA 4.0)

Das Bundesverwaltungsgericht hat am 13.06.2019 entschieden, dass die Tötung von männlichen Küken übergangsweise zulässig bleibt. Die technischen Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Ei seien zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht weit genug entwickelt und eine sofortige Umstellung könne den Betrieben nicht zugemutet werden, so die Argumentation. Dazu die Lübecker Bundestagsabgeordnete, Gabriele Hiller-Ohm (SPD):

„Ich kann das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes zum Schreddern von männlichen Küken nicht nachvollziehen. Wirtschaftliche Interessen werden hier über das Tierwohl gestellt. Dieser langanhaltende Verstoß gegen das Tierschutzgesetz hätte sofort beendet werden müssen. Dies wurde im Übrigen auch von der SPD gefordert und im Koalitionsvertrag festgeschrieben.

Praxistaugliche Alternativen zur Kükentötung müssen nun schnell umgesetzt werden. Das Bundeslandwirtschaftsministerium muss dafür seine Bemühungen deutlich erhöhen! Wir benötigen einen konkreten Zeitpunkt und Vorgaben von der Bundeslandwirtschaftsministerin, wie genau der Umstellungsprozess gestaltet werden soll.

Bis dahin möchte ich allen Bürgerinnen und Bürgern ans Herz legen, nur noch Eier zu essen, deren Produzenten sich dem Kükenschreddern verweigern. Ein tolles Beispiel dafür ist die Initiative „Bruderhahn e.V.“. Zudem sollten die Betriebe auf die Verwendung der sogenannten Zweinutzungshühner setzen, diese Rassen sind sowohl für die Eierproduktion als auch für den Mastbetrieb geeignet. Damit kann man dem sinnlosen Töten der männlichen Küken konkret etwas entgegensetzen.“