Bund fördert innovative Wege zur Teilhabe – DRV Nord erhält mehr als zwei Millionen für die Durchführung eines Modellvorhabens im Rahmen von rehapro

Gabriele Hiller-Ohm auf dem Dach des Jakob-Kaiser-Hauses Bild: Gabriele Hiller-Ohm

Allein in Schleswig-Holstein müssen jährlich rund 3.500 Menschen wegen Erkrankungen vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden und Erwerbsminderungsrente oder schlimmstenfalls Sozialhilfe beantragen. Immer häufiger sind es  psychische Belastungen wie Burnout, die zur Aufgabe des Jobs mit damit verbundenen finanziellen Einschränkungen zwingen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat jetzt ein interessantes Förderprogramm gestartet um den Verbleib beziehungsweise Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern. „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro“ so heißt das Bundesprogramm, an dem sich auch die Deutsche Rentenversicherung Nord mit Hauptverwaltungssitz in Lübeck erfolgreich beteiligt hat. Das Projekt soll mit über zwei Millionen Euro aus dem Bundestopf gefördert werden. Dazu erklärt die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD):

„Ich freue mich sehr über die Förderzusage des Bundesarbeitsministeriums. Davon werden viele Lübeckerinnen und Lübecker, aber auch betroffene Menschen aus der Region, profitieren. Mit der Maßnahme erhalten Menschen die nicht nur unter vorübergehenden gesundheitlichen Problemen leiden, die Chance, ihre Erwerbsfähigkeit besser als bisher zu erhalten oder wieder herzustellen. Helfen sollen dabei eine individuelle Beratung und ein bedarfsorientiertes Fall-Management. Das Ziel ist, aktiv Personen anzusprechen, die ein hohes Risiko haben, in eine erwerbsminderungsbedingte Berentung zu gehen. Diesen Menschen soll geholfen werden, weiterhin am Arbeitsleben teilzunehmen. Dabei kann ein Fallmanagement bis zu einem Jahr mit einem Aufwand von 50 Stunden in Anspruch genommen werden. Die Erkenntnisse, die aus dem Modellprojekt gewonnen werden, sollen später genutzt werden, um das Vorhaben weiter zu entwickeln und zu verstetigen. Das Recht auf Arbeit ist wichtig für ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben, das wollen wir allen Menschen soweit es geht ermöglichen.“