Tourismus auf allen Ebenen gemeinsam stärken

Bild: Gabriele Hiller-Ohm

In dieser Sitzungswoche hat der Deutsche Bundestag einen wegweisenden gemeinsamen Antrag von SPD und CDU/CSU zur Nationalen Tourismusstrategie beschlossen. Gabriele Hiller-Ohm, tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, erklärt dazu:

„Mit unserem Antrag stellen wir die Weichen für die zukünftige Entwicklung des Tourismus in Deutschland. Ich freue mich ganz besonders, dass wir damit auch an bestehende Tourismusstrategien aus den Bundesländern, wie in Schleswig-Holstein, anknüpfen. Lübeck hat ebenfalls Rahmenbedingungen festgelegt, unter denen sich der Tourismus entfalten soll. Auf Bundesebene fehlt eine solche Strategie. Das ändern wir jetzt. Auf Initiative der SPD ist es gelungen, die Erarbeitung einer nationalen Tourismusstrategie bereits im Koalitionsvertrag festzuschreiben. Mit unserem gemeinsamen Antrag haben wir nun unsere Vorstellungen formuliert, wie sich der Tourismus auf Bundesebene entwickeln soll.

Tourismus ist eine Querschnittsaufgabe, viele sind für Vieles zuständig und da kann schon mal die Orientierung auf Gemeinsamkeiten verloren gehen. Ein wichtiger Punkt ist deshalb eine bessere Verzahnung der vielfältigen Aktivitäten und eine effizientere Vernetzung aller Akteure, die im Tourismus tätig sind. Durch ein gutes Zusammenspiel und die Bündelung der Kräfte können wir den Tourismus gemeinsam noch wettbewerbsstärker aufstellen. Bund, Länder und Kommunen müssen sich zum Beispiel bei tourismusrelevanten Themen wie Infrastruktur, Arbeitsschutz, Mobilität, Umwelt- und Klimaschutz noch besser abstimmen.

Mit unserem umfassenden Handlungskatalog zeigen wir auf, wie die Verzahnung optimiert werden kann. Wir wollen darüber hinaus die Beantragung von Fördermitteln erleichtern und die Wettbewerbsfähigkeit der Tourismusbranche in Deutschland durch Bürokratieabbau erhöhen. Damit stärken wir vor allem auch touristische Destinationen in strukturschwachen Regionen.

Insbesondere die knapp 3 Millionen Menschen, die in Deutschland im Tourismus beschäftigt sind, werden von der Nationalen Tourismusstrategie profitieren. Wir haben Forderungen formuliert, wie wir dem Fachkräftemangel entgegen wirken können. Die Modernisierung der Berufsbilder in der Tourismusbranche, unsere Mindestausbildungsvergütung und das Fachkräfteeinwanderungsgesetz bieten gute Chancen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Wichtig ist uns auch, gerade die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen bei der Bewältigung von Herausforderungen wie Digitalisierung und demografischem Wandel zu unterstützen.

Mit Investitionen in umweltfreundliche Initiativen sowie dem Ausbau von Bahn, ÖPNV und Radwegen werden wir einen umweltschonenden Tourismus fördern. Im Ausland setzen wir uns insbesondere für sozial nachhaltige Formen des Tourismus ein.“