Bund fördert weitere innovative Wege zur Teilhabe

Deutsche Rentenversicherung Nord erhält knapp 1,5 Millionen Euro für die Durchführung eines weiteren Modellvorhabens

Bild: Stephan H. Schenk

Nachdem das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Nord mit Hauptverwaltungssitz in Lübeck bereits im Oktober eine Förderzusage über mehr als zwei Millionen für das Programm „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro“ bewilligt hat, gibt es jetzt vom Bund noch einmal knapp 1,5 Millionen Euro dazu. Dazu erklärt die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD):

„Ich freue mich über eine weitere Förderzusage des Bundesarbeitsministeriums, von der Lübeckerinnen und Lübecker profitieren werden. Mit den knapp 1,5 Millionen Euro, die jetzt im Rahmen des Programms „rehapro“ zur Verfügung gestellt werden, erhalten Menschen Hilfestellung, deren berufliche Integration gefährdet ist. Das Programm sieht vor, diesen Menschen während eines zweitägigen  Aufenthalts in einer Rehabilitationseinrichtung zu helfen, eine passgenaue Lösung für deren berufliche Situation zu finden. Das Ziel ist dabei, die Erwerbsfähigkeit zu erhalten und die Teilhabe am Arbeitsmarkt zu sichern. Dazu werden die individuelle Leistungsfähigkeit des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin und die beruflichen Anforderungen im Unternehmen in Einklang miteinander gebracht. Nach dem Aufenthalt in der Reha werden die Menschen von einer Betriebsärztin oder einem Betriebsarzt weiter begleitet. Dieser ganzheitliche und auf individuelle Lösungen ausgerichtete Ansatz ist neu und wird erstmals erprobt. Es ist erfreulich, dass die DRV Nord hier die Chance erhält, innovative Wege zu gehen. Allein in Schleswig-Holstein müssen jährlich rund 3.500 Menschen wegen Erkrankungen vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden und Erwerbsminderungsrente oder schlimmstenfalls Sozialhilfe beantragen. Das Bundesprogramm „rehapro“ hilft mit unterschiedlichen Ansätzen, hier Brücken zwischen der Arbeitswelt und den Leistungserbringern zu bauen.