1. Mai in den eigenen vier Wänden

Gabriele Hiller-Ohm auf dem Dach des Jakob-Kaiser-Hauses Bild: Gabriele Hiller-Ohm

In diesem Jahr wird es keine Demonstrationen zum Tag der Arbeit am 1. Mai geben. Denn Solidarität heißt in Zeiten der Corona Pandemie vor allem Abstand halten. Die Corona Krise verdeutlicht aber auch auf dramatische Art und Weise wie wichtig Solidarität, gute Arbeit und ein starker Sozialstaat sind. Zahlreiche Onlineaktionen ermöglichen es, trotz Ausgangsbeschränkungen für Solidarität und soziale Gerechtigkeit einzustehen. Dazu die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD), Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales:

„Auch wenn wir am 1. Mai nicht wie gewohnt auf die Straße gehen können, um für faire Arbeit, soziale Gerechtigkeit und Solidarität zu protestieren, müssen wir gerade in diesen schwierigen Zeiten ein deutliches Zeichen setzen. Viele der Berufe, die wir jetzt als systemrelevant erkennen, sind häufig sehr schlecht bezahlt. Ich hoffe sehr, dass wir als Gesellschaft aus dieser Krise lernen werden und dafür Sorge tragen, dass beispielsweise Pfleger:innen und Supermarktkassierer:innen einen deutlich besseren Lohn erhalten. Eine Erhöhung des Mindestlohns auf mindestens zwölf Euro und starke Tarifverträge sind eine weitere wichtige Forderung.

Wir müssen am diesjährigen Tag der Arbeit aber auch darauf aufmerksam machen, dass es viele Menschen gibt, die bislang noch kaum von den umfangreichen Maßnahmen der Bundesregierung profitieren konnten. Zu dieser Gruppe zählen beispielsweise auch die sogenannten Minijobber:innen. Minijobber:innen sind nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt und erhalten daher kein Kurzarbeitergeld. Zudem werden Minijobber:innen meist als erstes entlassen. Sie stehen nun häufig vor existentiellen Problemen. Das betrifft vor allem viele Frauen. Gerade jetzt in der Krise wird deutlich, dass solche Beschäftigungsverhältnisse keine langfristige Sicherheit bieten. Alle Beschäftigungsverhältnisse sollten daher sozialversicherungspflichtig sein! Wir müssen den 1. Mai auch dafür nutzen auf diese Probleme aufmerksam zu machen. Gleichzeitig arbeiten wir innerhalb der SPD-Bundestagsfraktion weiterhin energisch daran, die Folgen der Pandemie für alle Beschäftigten in Deutschland möglichst gering zu halten.

Die Digitalisierung ermöglicht es für viele von uns nicht nur vom Homeoffice aus zu arbeiten und Videokonferenzen durchzuführen, sondern bietet auch die Chance über verschiedene Onlineaktionen gemeinsam für Solidarität am 1. Mai einzustehen. Ich rufe alle Lübecker:innen dazu auf, sich an den Onlineaktionen und Livestreams des DGB und der SPD zu beteiligen. Gemeinsam können wir so aus den eigenen vier Wänden heraus ein starkes Zeichen für Solidarität und soziale Gerechtigkeit setzen!“

Links zu den Onlineaktionen:

*      SPD-Online-Live-Programm am 1. Mai auf dem YouTube Kanal der SPD: Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans werden sich als Parteivorsitzende mit den wichtigsten Botschaft an Dich wenden und über fair bezahlte Arbeit, Zukunft der Arbeit und viele weitere Themen diskutieren.  Link: https://www.youtube.com/user/SPDvision <https://www.youtube.com/user/SPDvision>  <https://www.youtube.com/user/SPDvision <https://www.youtube.com/user/SPDvision> >

*      DGB-Livestream: Solidarisch ist man nicht alleine: Am 1. Mai 2020 ab 11 Uhr. Auf der Webseite des DGB, auf Facebook und YouTube. Link: https://www.dgb.de/erster-mai-tag-der-arbeit <https://www.dgb.de/erster-mai-tag-der-arbeit>