Regierung schafft Sicherheit für Verbraucher:innen und Reiseveranstalter Freiwillige Gutschein-Lösung mit staatlicher Absicherung

Bild: Gabriele Hiller-Ohm

Heute, am 20.05.2020, hat die Bundesregierung Eckpunkte vorgelegt, um sowohl die vorausgezahlten Kundengelder für nicht stattgefundene Reisen zu sichern, als auch die Reiseveranstalter vor drohender Insolvenz aufgrund der Rückzahlungsverpflichtungen zu schützen. Dazu die tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Gabriele Hiller-Ohm:

„Seit Anfang März herrscht eine weltweite Reisewarnung für Touristinnen und Touristen aufgrund der Corona-Pandemie. Deshalb mussten Reisen ins Ausland auch über Ostern abgesagt werden. Nach der EU-Pauschalreise Richtlinie sind Reiseveranstalter verpflichtet, bei Ausfall einer Reise die an- oder bezahlten Kundengelder innerhalb von 14 Tagen an die Reisenden zurückzuerstatten. Die hohen Rückforderungsansprüche aufgrund der stornierten Reisen mit Beginn der Corona-Krise stellen die Reiseveranstalter, aber auch die Reisebüros vor existenzbedrohende Liquiditätsprobleme.

Die von der Bundesregierung vorgeschlagene freiwillige Gutscheinlösung ist eine faire Lösung sowohl für Reisende als auch für Reiseveranstalter. Reiseveranstalter sollen die Möglichkeit bekommen, die bezahlte Reise in Form eines Gutscheins an die Kundinnen und Kunden zurück zu geben. Die Annahme des Gutscheins ist freiwillig. Der Reisegutschein soll staatlich vor Insolvenz des Reiseveranstalters abgesichert sein und bis zum 31.12.2021 gültig sein. Nach Ablauf des Gutscheins ohne Inanspruchnahme, kann der Gutschein als Geldwert ausgezahlt werden.

Damit erzielt die Bundesregierung nicht nur eine verbraucherfreundliche Lösung. Insbesondere viele kleine und mittelständische Reiseveranstalter können so vor drohender Insolvenz gerettet werden.“