SPD diskutiert mit Tourismusverbänden

Gabriele Hiller-Ohm auf dem Dach des Jakob-Kaiser-Hauses Bild: Gabriele Hiller-Ohm

Lübeck ist ein Tourismus-Hotspot im Norden. Insbesondere jetzt während der Corona-Krise kommen mehr Reisende aus Deutschland an Nord- und Ostsee. Gleichzeitig zählt die Tourismus- und Reisebranche nach wie vor zu den Bereichen, die unter der Corona-Krise mit am meisten leidet. Um bestehende Probleme zu diskutieren, haben sich heute die Tourismuspolitikerinnen und –politiker der SPD-Bundestagsfraktion mit den Tourismusverbänden getroffen. Dazu die tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion und Abgeordnete aus Lübeck, Gabriele Hiller-Ohm:

„Für Lübeck und Schleswig-Holstein ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Während der Corona-Krise erfährt der Norden Deutschlands eine zunehmende Nachfrage von Reisenden. Gleichzeitig stehen Beschäftigte und Unternehmen im Tourismus- und Reisebereich vor großen Herausforderungen. Deshalb geben wir mit dem Konjunkturprogramm weitere staatliche Hilfen, insbesondere für die Bereiche, die nach wie vor unter der Krise leiden. Über die Wirksamkeit dieser staatlichen Hilfen haben wir Tourismuspolitikerinnen und –politikern der SPD-Fraktion uns heute mit den Verbänden der Branche in einer Videokonferenz ausgetauscht. In dem Gespräch wurde deutlich, dass die angebotenen staatlichen Hilfen gut ankommen bei Beschäftigten und Unternehmen. Insbesondere die Ausweitung der Direkthilfen auf den Mittelstand ist ein wichtiges Instrument. Von Solo-Selbstständigen bis zu mittelständischen Unternehmen wird damit geholfen.

 

Alle kleinen und mittelständischen Unternehmen können zusätzlich zu den Fixkosten auch Kosten für Auszubildende sowie einen Zuschuss zu Gehältern geltend machen. Reisebüros sollen durch die Übernahme von Provisionen entlastet werden. Positiv ist auch die Aussicht auf das KfW-Sonderkreditprogramm für gemeinnützige Einrichtungen wie Jugend- und Familienferienstätten.

Nachgebessert werden muss weiterhin bei schnellen Hilfen für Reiseveranstalter. Kleine und mittelständische Unternehmen brauchen ein Instrument, über das sie rückzuzahlende Kundengelder finanzieren können. In der Coronakrise wurde deutlich, dass auch der Föderalismus in Deutschland den Tourismus vor große Herausforderungen stellt. In fast allen Bundesländern gelten unterschiedliche „Coronaregeln“, die oft auch noch regional unterschiedlich umgesetzt werden. Das ist ein starkes Handicap für Reisende aus dem In- und Ausland. Deshalb setze ich mich für eine Tourismus-TaskForce ein, die handlungsfähig ist und schnelle Maßnahmen in Krisen erarbeitet und für eine möglichst einheitliche Umsetzung eintritt.“