Karstadt Insolvenz beschäftigt SPD-MdBs auf Bundesebene

Bild: Gabriele Hiller-Ohm

Die Insolvenz des Konzerns Galeria Karstadt Kaufhof hat massive Auswirkungen auf die Innenstädte und gefährdet Tausende von Arbeitsplätzen. Zahlreiche SPD-Bundestagsabgeordnete aus den betroffenen Städten haben sich am heutigen Mittwoch, 08.07.2020 mit Frank Werneke, dem Vorsitzenden von ver.di, sowie Vertreter:innen aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales beraten, um gemeinsam nach Lösungen für die vielen Beschäftigten zu suchen. Dazu äußert sich die Lübecker SPD-Bundestagsabgeordnete, Gabriele Hiller-Ohm, Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales:

„Die Insolvenz von Karstadt betrifft allein bei uns in Lübeck 180 Menschen. Bundesweit sind über 8.000 Arbeitsplätze von der Pleite bedroht. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns auch auf der Bundesebene mit diesem Thema auseinandersetzen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Für die SPD-Bundestagsfraktion und für mich ist klar: Wir stehen auf der Seite der vielen Beschäftigten! Und wir werden nichts unversucht lassen, um Arbeitslätze zu retten.

Wichtig ist es jetzt den Beschäftigten eine Perspektive aufzuzeigen. Mit dem Arbeit-für-Morgen-Gesetz haben wir bereits eine gute Grundlage für die Transfergesellschaften beschlossen. So kann sich die Bundesagentur für Arbeit an den Kosten der Qualifizierung mit bis zu 75% beteiligen, zudem wird es möglich sein, dass Qualifizierungen über das Ende des Bezugs von Transferkurzarbeitergeld hinaus gefördert werden können. Wir müssen gute Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen sicherstellen, um so den Beschäftigten eine rasche Anschlussbeschäftigung zu ermöglichen. Der Fokus auf Digitalisierung ist hier besonders wichtig, die Insolvenz von Karstadt zeigt auch, dass der Konzern hier lange geschlafen hat. Das müssen nun die vielen Beschäftigten ausbaden.

Die Regierung von Schleswig-Holstein hat nun die Möglichkeit die Transfergesellschaft mit Landesmitteln zu unterstützen und durch diese Aufstockung die Dauer der Transfergesellschaft zu verlängern. Ich hoffe sehr, dass der Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz die Beschäftigten hier nicht im Regen stehen lässt.“