Hiller-Ohm fordert eine gezielte Lenkung der Tourismusströme

Bild: Gabriele Hiller-Ohm

Die Lübecker SPD-Bundestagsabgeordnete und Tourismusexpertin Gabriele Hiller-Ohm setzt sich für ein überregionales Management zur Verhinderung von überfüllten Tourismusdestinationen in Deutschland ein. Besonders für die Hansestadt Lübeck ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, an dem zahlreiche Jobs hängen. Dazu Hiller-Ohm:

„Die vielen Beschäftigten und Unternehmen des Tourismus leiden ganz besonders unter  der aktuellen Situation. Gaststätten und Cafés, Kneipen und Clubs, Beherbergungen von Hotels bis Jugendherbergen aber ebenso Reisebüros und  –veranstalter, Busunternehmen, Taxen und öffentlicher  Personennahverkehr – sie alle stehen weiterhin vor großen Herausforderungen. Deshalb müssen wir alles dafür tun, Schließungen beispielsweise der Strände zu vermeiden.

Dem Ansturm auf beliebte touristische Destinationen muss daher mit einer gezielten Lenkung der Touristenströme begegnet werden. Lenken statt Schließen muss die Devise sein. Ein gutes Beispiel ist die Strandampel, welche die Tourismusagentur Lübecker Bucht entwickelt hat. Hierüber können sich vor allem Tagestourist:innen über die Auslastung der Strände an der Ostsee orientieren. Dies soll zukünftig zusätzlich per Livestream erfolgen. Auch die Parkplatzsituation soll angezeigt werden. Dies wäre ein toller Service für die Erholungssuchenden. Damit dieses Instrument aber seine Wirkung entfalten kann, sollten sich alle  Ostseebäder an dem Lenkungsprojekt beteiligen. Ein gutes Signal wäre hier auch eine Zusammenarbeit mit dem benachbarten Mecklenburg-Vorpommern. Die Ostseestrände in Mecklenburg-Vorpommern sollten schnellstmöglich wieder für alle offen sein. Mit der Strandampel  könnten die Besucherströme an der Ostsee überregional effektiv gelenkt und der Gesundheitsschutz erhöht werden. Das wäre eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.“