„Baltic Future Port“: Übergabe des Förderbescheids des 5G-Innovationswettbewerb

Bild: Gabriele Hiller-Ohm

Das Projekt „Baltic Future Port“ der Hansestadt Lübeck erhält im Rahmen des 5G-Innovationswettbewerbes des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) eine weiterführende Umsetzungsförderung von knapp 3,9 Millionen Euro. Dazu wurde am Dienstag, den 26. Januar 2021 in einer digitalen Veranstaltung der Förderbescheid übergeben. Ziel des Projekts ist es, die 5G Infrastruktur in einzelne Projekte des Hafens zu integrieren und deren Nutzen zu erproben. Die Lübecker SPD-Bundestagsabgeordnete, Gabriele Hiller-Ohm, äußert sich wie folgt:

„Schnelles Internet, zuverlässige Mobilfunknetze und eine sichere Datenübertragung sind sehr wichtig – nicht nur für die Menschen vor Ort, sondern insbesondere auch für die Entwicklung unseres Wirtschaftsstandorts. Die 5G-Technologie ist nicht frei von Kritik, aber sie bietet ein enormes Innovationspotential. Ich freue mich daher sehr, dass das Lübecker Projekt „Baltic Futur Port“ zu den besonders herausragenden Projekten des Förderprogramms gehört und nun für den Förderbescheid über knapp 3,9 Millionen Euro erhalten hat. In der ersten Runde Anfang des Jahres erhielt das Projekt 100.000 Euro für die Erarbeitung eines Konzeptes. In der zweiten Runde werden nun besonders vielversprechende Projekte bei der konkreten Umsetzung unterstützt. Es ist ein großartiges Zeichen für die Smart City Lübeck, dass der „Baltic Future Port“ jetzt weiter gefördert wird. So machen wir unsere Hansestadt fit für die vielfältigen Herausforderungen der Digitalisierung.

In dem Lübecker  Projekt sollen sämtliche Logistikabläufe am ‚Skandinavienkai‘ und am ‚Lehmannkai‘ im Hafen der Hansestadt Lübeck mittels 5G in Echtzeit erfasst, überwacht und gesteuert werden. Hierzu gehören die Erfassung sämtlicher Warenein- und -ausgänge per Lkw, Zug oder Schiff in das Hafengebiet, deren Zwischenlagerorte, sowie deren Kurzstreckentransport mit automatisierten Trailern und der Verladung mit ferngesteuerten Portalkränen. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) soll ein digitaler Zwilling den Beschäftigten online Entscheidungshilfen bzw. Arbeitsaufträge zur Einlagerung und Auslagerung von Gütern geben. Für alle Einsatzszenarien ist neben einem hohen Datendurchsatz eine zuverlässige Kommunikation mit geringer Latenz und einer präzisen Positionsbestimmung notwendig, für die ein 5G-Netz aufgebaut wird.

Das BMVI unterstützt im Rahmen des 5G-Innovationswettbewerbs Konsortien um Kommunen bei der Entwicklung und Umsetzung vielversprechender Konzepte für die neue Mobilfunkgeneration. Damit unterstützt und sensibilisiert die Bundesregierung Kommunen, aber auch Unternehmen vor Ort für die Chancen und Möglichkeiten des 5G-Mobilfunks. Mit der Umsetzungsförderung wird nun die Einführung und die Erprobung innovativer Anwendungen und Geschäftsmodelle unter realen Bedingungen ermöglicht.“