Perspektive schaffen für Tourismus und Veranstaltungen nach dem Lockdown

Gabriele Hiller-Ohm auf dem Dach des Jakob-Kaiser-Hauses Bild: Gabriele Hiller-Ohm

Am 19. Februar 2021 lud die Bundestagsabgeordnete und tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Gabriele Hiller-Ohm, zu einem digitalen Austausch über den Neustart für Tourismus- und Veranstaltungsbranche nach dem Lockdown ein. Mit fast 40 Teilnehmer:innen aus Norddeutschland war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Norbert Kunz, Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbands, Dr. Bettina Bunge, Geschäftsführerin der Tourismusagentur Schleswig-Holstein, und Ilona Jarabek, Präsidentin des Europäischen Verbands der Veranstaltungs-Centren, stellten zunächst Konzepte zur Wiederöffnung vor. Die tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Regina Poersch zeigte auf, wie die Branche politisch in Schleswig-Holstein unterstützt wird. Anschließend diskutierten die Teilnehmer:innen aus Tourismus- und Veranstaltungsbranche über erste Schritte zur Öffnung und langfristige Maßnahmen für einen resilienten Tourismus in Norddeutschland.

Zu den Ergebnissen der Veranstaltung, die tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Gabriele Hiller-Ohm:

„Die Tourismus- und Veranstaltungsbranche ist ein elementarer Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens in Lübeck und Norddeutschland. Tourismus ist ein starker Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber, die Veranstaltungsbranche trägt fundamental zu unserer Kultur bei. Mit dem verlängertem Lockdown stehen Beschäftigte und Unternehmen dieser Bereiche aber weiterhin vor großen Herausforderungen. Damit ein Urlaub und Erholung sowie Musik- und Kulturveranstaltungen wieder möglich werden, ist es bereits jetzt wichtig, über Öffnungsstrategien zu diskutieren.

Norbert Kunz vom deutschen Tourismusverband präsentierte hierfür einen Stufenplan, nach dem Tourismus unter bestimmten Hygienemaßnahmen möglich sein kann. Ilona Jarabek verwies auf die Matrix des Forum Veranstaltungswirtschaft, nach der unter Kriterien wie Besucherzahl und Größe des Veranstaltungsortes Kultur-Events wieder stattfinden können. Ein wichtiges Ergebnis der Diskussion war es, die bestehenden Öffnungskonzepte zu kombinieren und einheitliche Regeln aufzustellen.

Ganz besonders habe ich mich gefreut, mit meinen hochkarätigen Gästen darüber zu diskutieren, wie ein Neustart für Tourismus und Veranstaltungen in der Zukunft gelingen kann. Mit fast 40 Teilnehmer:innen aus Norddeutschland war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Sie hat auch zu einer besseren Vernetzung der Akteure in der sehr heterogenen Branche beigetragen.

Wichtig ist jetzt, dem Bereich eine Perspektive zu geben und einen bundeseinheitlichen Rahmen zu schaffen. Dafür brauchen wir eine bessere Koordinierung zwischen Bund und den Ländern sowie einen verbindlichen Stufenplan, ab welchen Inzidenzfällen bestimme Öffnungen möglich sein können. Die vielen Fachkräfte, Arbeitnehmer:innen und Soloselbstständigen müssen hier tatkräftig unterstützt werden.

Bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz wollen Bund und Länder eine Öffnungsstrategie vorstellen. Das ist eine Chance, sicheres Reisen und gut durchdachte Veranstaltungen langfristig wieder zu ermöglichen. Bei einer niedrigen Inzidenzzahl von Coronafällen und mit einer ausgeweiteten Teststrategie sowie umfangreichen Hygienekonzepten sollte unser gesellschaftliches Leben wieder hochgefahren werden.“