Ausbau der Bahnstrecke Lübeck-Schwerin für Bund vordringlich – Bund plant 133 Millionen Euro für Ausbau und Elektrifizierung der Strecke ein

07.11.2018 |

Das Bundesverkehrsministerium hat gestern 29 Schienenprojekte in die höchste Dringlichkeitsstufe des Bundesverkehrswegeplans für 2030 aufgenommen. Dazu gehört auch der Ausbau der Strecke Lübeck-Schwerin über Bad Kleinen, für den der Bund 133 Millionen Euro einplant. Hierzu erklärt die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD):

„Ich freue mich sehr, dass der Ausbau der Bahnstrecke Lübeck-Schwerin über Bad Kleinen in den vordringlichen Bedarf des aktuellen Bundesverkehrswegeplans 2030 aufgenommen wurde.

Das Nutzen-Kosten-Verhältnis wurde positiv bewertet. Damit konnte das Ausbauprojekt vom potentiellen in den vordringlichen Bedarf aufrücken. Lübeck kann damit von einem schnelleren Personennahverkehr Richtung Osten profitieren. Der Ausbau der eingleisigen Strecke erfolgt für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h inklusive des Baus von 750 Meter langen Überholgleisen und der Elektrifizierung der Strecke. Für kürzere Fahrzeiten und einen stabileren Takt im Personenverkehr wird zudem eine Verbindungskurve in Bad Kleinen gebaut, die für eine direkte Anbindung nach Schwerin sorgt.

Für den Güterverkehr, der durch den Bau der Fehmarnbeltquerung künftig noch stärker durch Lübeck rollen wird, kann die ausgebaute Osttrasse dafür sorgen, dass die Züge schneller in Richtung Osten und Süden gelangen und dabei das Nadelöhr Hamburg umgehen können. Dies wäre auch ein Standortvorteil für den Lübecker Hafen. Wichtig ist, beim Ausbau der Strecke und einem erhöhten Verkehrsaufkommen den Lärmschutz für die Anwohnerinnen und Anwohner zu gewährleisten und sinnvolle Lösungen für die Querungen der Bahnstrecke in Lübeck zu schaffen.“

Hintergrund: Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD wurde fest verankert, dass der Schienenlärm bis 2020 halbiert werden soll und sich Deutschland für ein Verbot lauter Güterwagen auch auf EU-Ebene einsetzt. Zudem sollen an Bahnstrecken weitere Messstationen für ein umfassendes Lärmmonitoring eingerichtet werden.