Bund bewilligt Mittel für Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung - 733.000 Euro für Diakonie und Verein zur Förderung der Teilhabe

30.01.2018 |

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) unterstützt im Rahmen des Projektes „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ deutschlandweit mehrere Institutionen, davon auch zwei in Lübeck. Das sind das Diakonische Werk, welches rund 300.000 Euro erhalten wird und der Verein zur Förderung der Teilhabe in Lübeck, der mit rund 433.000 Euro gefördert wird. Das Ziel ist „Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatungsstellen (EUTB)“ aufzubauen, um Menschen mit Behinderungen jederzeit eine individuelle Beratung zur Verfügung stellen zu können. Dazu erklärt die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD):

„Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) ist ein sehr komplexes Reformwerk. Damit Menschen mit Behinderungen auch wirklich alle Förderungen und Vorteile für sich in Anspruch nehmen können, benötigen sie qualifizierte und persönliche Beratung. Viele Behindertenverbände haben sich in diesem Zusammenhang auch das sogenannte Peer Counseling, Beratungsleistungen von Betroffenen für Betroffene, gewünscht, was ebenfalls in den EUTG-Stellen umgesetzt werden soll.

Ich freue mich wirklich sehr, dass wir in Lübeck im Förderprogramm des Bundesarbeitsministeriums gleich mit zwei Einrichtungen vertreten sind, dem Diakonischen Werk Schleswig-Holstein und dem Verein zur Förderung der Teilhabe in Lübeck. Beide werden helfen, Menschen mit Behinderungen darin zu stärken, ein selbstbestimmtes Leben nach ihren persönlichen Vorstellungen zu führen. Dazu wird die geplante ganzheitliche Beratung sowohl aus pädagogischer als auch aus therapeutischer Sicht beitragen, mit der verschiedene Teilhabemöglichkeiten im Umfeld der Betroffenen jeweils ausgelotet werden können.“

Die Förderung der EUTB erfolgt aus Bundesmitteln und ist vorerst bis zum 31. Dezember 2022 befristet.