Frauen verdienen es, gerecht bezahlt zu werden! Lohntransparenzgesetz wird nach langen Verhandlungen verabschiedet

Gabriele Hiller-Ohm, MdB, freut sich mit ihrer jungen Praktikantin Ilka Bartsch über die Verabschiedung des Lohntransparenzgesetzes im Bundestag. Ilka Bartsch wird hoffentlich einmal davon profitieren, dass wir jetzt für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen sorgen.
30.03.2017 |

Heute wird im Deutschen Bundestag das Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen verabschiedet. Das ist ein zentraler Schritt, um die Entgeltlücke von 21 Prozent zwischen Männern und Frauen in Deutschland zu schließen. Dazu erklärt die für Lübeck und die Ämter Berkenthin und Sandesneben zuständige Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD):

„Ich freue mich, dass wir heute das Lohntransparenzgesetz im Deutschen Bundestag verabschieden. Damit kommen wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten unserem Ziel einen Schritt näher, Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern bei gleicher und gleichwertiger Arbeit zu erreichen.

Frauen, die in Unternehmen ab 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeiten, haben nun einen gesetzlichen Auskunftsanspruch darauf, zu erfahren, ob sie im Vergleich zu mindestens sechs Kollegen bei gleichwertiger Arbeit auch gleich bezahlt werden oder ob es einen Gehaltsunterschied gibt. Private Unternehmen ab 500 Beschäftigten sind aufgefordert, ihre Entlohnungspraxis mit betrieblichen Verfahren auf Lohngleichheit zu überprüfen. Für Kapitalgesellschaften mit mindestens 500 Beschäftigten gilt zudem eine Berichtspflicht. Davon können bis zu 14 Millionen Arbeitnehmerinnen profitieren. 

Mit diesem Gesetz sorgen wir vor allem dafür, dass in Deutschland mehr über ‚das Gehalt‘ gesprochen wird und die Höhe des Verdienstes nicht mehr länger als Tabu gilt. Unternehmen haben jetzt die Chance, vorne mit dabei zu sein und bestehende Diskriminierungen offensiv zu beheben. Damit kann Lohngerechtigkeit in Zukunft zu einem wichtigen Argument für Betriebe im Wettbewerb um gute Arbeitskräfte werden.

Da wir mit dem jetzigen Lohntransparenzgesetz noch nicht alle Ungleichheiten beseitigen können, werden wir in der nächsten Wahlperiode an weiteren Maßnahmen bis zur endgültigen Herstellung von Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen arbeiten - so wie es unser Kanzlerkandidat Martin Schulz versprochen hat.“