Hiller-Ohm zur Einheitsfeier: Land muss Flagge für Lübeck zeigen

Gabriele Hiller-Ohm, MdB
11.08.2017 |

SPD-Abgeordnete: Land sollte 30-jähriges Mauerfalljubiläum 2019 in Lübeck unterstützen

Zur Diskussion um die Entscheidung der Landesregierung, die zentrale Feier zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2019 in Kiel und nicht in Lübeck auszurichten, erklärt die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD):

„Ich kann die Entscheidung der Landesregierung nicht nachvollziehen. 30 Jahre nach dem Mauerfall hätte sich Lübeck wie keine andere Stadt dafür angeboten, die zentrale Einheitsfeier auszurichten. Lübeck war die einzige Großstadt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze und damit ganz eng verbunden mit der Deutschen Teilung und Einheit.

Hier gingen in Schlutup im Herbst 1989 die Schlagbäume hoch. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich hier – gemeinsam mit unzähligen Lübeckerinnen und Lübeckern – die Menschen aus der ehemaligen DDR beim Mauerfall begrüßen konnte. Lübeck steht für die direkt gelebte Wiedervereinigung unseres Landes.

Ich bedauere deshalb sehr, dass die Landesregierung ihre Entscheidung gegen Lübeck nicht in Frage stellen will. Umso mehr würde ich mir wünschen, dass in Lübeck am 9. November 2019 das 30-jährige Mauerfalljubiläum angemessen gewürdigt wird. Ich erwarte, dass die Landesregierung dann ganz klar Flagge für Lübeck zeigt – mit maßgeblicher finanzieller Unterstützung durch das Land. Das sollte der Landesregierung ein Anliegen sein.“