Hiller-Ohm: Gerechtigkeit und Sicherheit auf dem Arbeitsmarkt wählen

Kandidierende in Lübeck zum Arbeitsmarkt
21.09.2017 |

Große Unterschiede der Lübecker Kandidierenden zur Bundestagswahl in der Arbeitsmarktpolitik -

Die Lübecker Bundestagsabgeordnete und Kandidatin für die kommende Bundestagswahl am 24. September, Gabriele Hiller-Ohm (SPD), wirbt für das SPD-Konzept der guten Arbeit. Die SPD setzt sich für unbefristete, gerecht entlohnte Arbeitsplätze und gute Arbeitsbedingungen ein. Auch in diesem wichtigen Politikfeld sind die Positionen der Lübecker Mitbewerbenden überraschend.

„Gute Arbeit bedeutet unbefristete Arbeitsplätze, tarifgebunden, fair bezahlt und mit guten Arbeitsbedingungen.

  • Wir wollen, dass die Löhne steigen und Tarifbindung wieder zum Normalfall wird.
  • Vor allem junge Menschen brauchen feste Stellen mit guten Bedingungen. Denn fast jede zweite Neueinstellung ist befristet. Darum wollen wir die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverträgen abschaffen, die Sachgründe für Befristungen einschränken und die Möglichkeit von Kettenbefristungen begrenzen.
  • Beschäftigte in der Leiharbeit müssen vom ersten Tag an den gleichen Lohn wie die Stammbelegschaften erhalten.
  • Frauen sollen für gleiche oder gleichwertige Arbeit den gleichen Lohn bekommen wie Männer.
  • Sozial- und Gesundheitsberufe wollen wir mit einem Aktionsprogramm aufwerten, das auch höhere Löhne umfasst.
  • Wir brauchen ein Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit bzw. zur vorherigen Arbeitszeit, damit vor allem Eltern nach der Kindererziehung nicht in der Teilzeitfalle steckenbleiben.
  • Wer seine Arbeit verliert, wird durch das Arbeitslosengeld für Qualifikation (ALG Q) besser und länger unterstützt. Wir fordern ein Recht auf Weiterbildung für bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Mit dem Konzept der guten Arbeit wollen wir unsere erfolgreiche Arbeit gemeinsam mit den Gewerkschaften fortsetzen. Wir haben unter anderem den gesetzlichen Mindestlohn eingeführt und höhere Branchenmindestlöhne ermöglicht. Vier Millionen Menschen haben dadurch deutlich mehr Geld in der Tasche – davon rund 20.000 in Lübeck. Vor allem Frauen profitieren vom Mindestlohn.

Überraschend sind insbesondere die Positionen von Thorsten Fürter (DIE GRÜNEN) beim DEHOGA-Wahlcheck (www.dehoga-bundesverband.de/wahl-2017): Im Gegensatz zur SPD, den Gewerkschaften und mir will Herr Fürter von den Grünen ausdrücklich die Befristungsregelungen erhalten. Er befindet sich damit an der Seite der CDU. Ich will die Befristungen einschränken. Zudem sprechen sich CDU und Grüne für die Umstellung auf eine Wochenarbeitszeit nach der EU-Arbeitszeitrichtlinie aus. Laut Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) wären dadurch Arbeitszeiten von bis zu 13 Stunden am Tag und 78 Stunden in der Woche zu befürchten.“