Hiller-Ohm: Hoffnung für Traditionsschiffe

15.12.2017 |

Zu den aktuellen Gesprächen des Bundesverkehrsministeriums mit den Verbänden der Traditionsschifffahrt über die Änderung der Sicherheitsverordnung für Traditionsschiffe erklärt die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD), die auch stellvertretende Vorsitzende der „Küstengang“ der SPD-Fraktion ist:

„Ich bin froh, dass es wieder Hoffnung für unsere Traditionsschiffe gibt. Der dauerhafte öffentliche Druck – auch der SPD-Abgeordneten aus dem Norden – hat endlich Wirkung gezeigt: Seit mehr als einem Jahr haben wir ernsthafte Gesprächsbereitschaft seitens des Verkehrsministeriums eingefordert. Die jetzt erfolgten Gespräche mit den Vertretern der Traditionsschifffahrt waren konstruktiv, die Ergebnisse gehen in die richtige Richtung. Mit den gestern gefundenen Kompromissen könnte die Traditionsschifffahrt wieder in ruhiges Fahrwasser gelangen.

Klar ist: Die neuen Anforderungen werden den Traditionsschiffern eine Menge an Organisationsaufwand und Ausbildungsbereitschaft abverlangen. Der Dachverband GSHW geht aber davon aus, dass die Sicherheitsverordnung in weiten Teilen erfüllbar sein wird. Gerade bei den strittigen Punkten beim Brandschutz, bei der technischen Umrüstung sowie den Auflagen für die Besatzung wurden praxistauglichere Lösungen vereinbart. Die fünfjährigen Übergangsfristen lassen den Vereinen die nötige Zeit, um auf die neuen Sicherheitsanforderungen reagieren zu können.

Entscheidend ist, dass das zugesagte Förderprogramm in Höhe von 20 Millionen Euro, mit dem die notwendigen Umbaumaßnahmen unterstützt werden sollen, im Bundeshaushalt 2018 abgesichert wird. Dafür werde ich mich gemeinsam mit meinen norddeutschen SPD-Fraktionskolleginnen und -kollegen einsetzen. Denn darauf sind die größtenteils ehrenamtlich organisierten Vereine, die sich um die mehr als einhundert deutschen Traditionsschiffe kümmern, angewiesen. Ich hoffe sehr, dass es damit gelingt, unsere Traditionsschiffe zukunftsfest zu machen. Sie sind und bleiben ein wichtiger Teil unseres maritimen kulturellen Erbes.“