Hiller-Ohm: Tourismuspolitischer Bericht beschlossen – viel geschafft, viel zu tun

Petra Hedorfer (Vorsitzende der Deutschen Zentrale für Tourismus DZT), Gabriele Hiller-Ohm, MdB, Klaus Laepple (DZT-Aufsichtsratsvorsitzender), Reinhard Werner (DZT-Vorstand) und Iris Gleicke (Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, SPD)
19.05.2017 |

Der vom Bundeskabinett beschlossene Tourismuspolitische Bericht der Bundesregierung unterstreicht die hohe Bedeutung des Tourismus als Wirtschaftsfaktor in Deutschland, erklärt die für Lübeck und die Ämter Berkenthin und Sandesneben zuständige Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm. Der Bericht weist aber auch auf aktuelle Herausforderungen wie die zunehmende Digitalisierung, die Gewinnung von Fachkräften aber auch die Sicherheit im Reiseland Deutschland hin, so die tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion:

„Seit Jahren boomt der Tourismus in unserem Land: Die Zahl der Übernachtungen ist in den letzten fünf Jahren um zehn Prozent gestiegen. Rund 100 Milliarden Euro direkte Bruttowertschöpfung und fast drei Millionen Erwerbstätige im Tourismus – diese beeindruckenden Zahlen könnten sich mit einer neuen Studie zum Wirtschaftsfaktor Tourismus, die Mitte 2017 veröffentlicht wird, sogar noch erhöhen.

Mit der Förderung des Kulturtourismus vor allem im ländlichen Raum und des diesjährigen weltweit beachteten Reformationsjubiläums in Deutschland haben wir politisch wichtige Akzente gesetzt. Außerdem haben wir uns erfolgreich für die Stärkung des Auslandsmarketings für das Reiseland Deutschland und die Schaffung eines bundesweiten Kennzeichnungssystems für barrierefreien Tourismus stark gemacht. Das Wirtschaftsministerium hat zudem in dieser Woche mit einer umfassenden Studie aufgezeigt, dass der Wassertourismus in vielen Regionen Deutschlands ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor ist, der nicht ausgetrocknet werden darf.

Wir begrüßen, dass die Tourismusbeauftragte der Bundesregierung die Förderung des Tourismus mit der Einrichtung eines Kompetenzzentrums Tourismus schlagkräftiger aufstellen will. Es gibt viele Herausforderungen: Die zunehmende Digitalisierung erfordert in allen Bereichen die richtigen Strategien – beim Marketing, dem Ausbau der Infrastruktur und in den Unternehmen selbst. Nur mit guter Arbeit und Ausbildung wird es künftig gelingen, die nötigen Fachkräfte im Tourismus zu gewinnen. Angesichts einer weltweit veränderten Sicherheitslage kommt es zudem darauf an, dass Deutschland ein sicheres Reiseland bleibt, in dem sich unsere Gäste überall willkommen fühlen.“