Hiller-Ohm: Touristische Entwicklung nachhaltig stärken

09.02.2018 |

Die für Lübeck und die Ämter Berkenthin und Sandesneben zuständige Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm sieht weiteren politischen Handlungsbedarf für die Entwicklung des Tourismus. Als tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion nimmt Hiller-Ohm zum vorliegenden Koalitionsvertrag von SPD, CDU und CSU Stellung:

„Der Koalitionsvertrag von SPD, CDU und CSU würdigt den Tourismus mit seinen rund drei Millionen Beschäftigten als wichtigen Wirtschaftsfaktor in Deutschland. Wir wollen die Rahmenbedingungen für die touristische Entwicklung weiter nachhaltig verbessern. Die Tourismuswirtschaft ist einer der am stärksten wachsenden Wirtschaftsbereiche in unserem Land. Damit alle Regionen nachhaltig vom Tourismus profitieren können, benötigen wir eine stärkere Koordinierung der Tourismuspolitik zwischen Bund, Ländern, Kommunen und der Tourismuswirtschaft. Dazu werden wir eine nationale Tourismusstrategie auf den Weg bringen.

Wir setzen uns dafür ein, die Förderinstrumente von EU, Bund und Ländern stärker miteinander zu verzahnen und diese besser auf den Tourismus auszurichten. Durch die Unterstützung bei der Entwicklung von einheitlichen Qualitätskriterien wollen wir den Verbraucherschutz stärken und für eine bessere Übersichtlichkeit der touristischen Angebote sorgen. Um dem Fachkräftemangel, vor allem im Gastgewerbe entgegenzuwirken, werden wir eine Fachkräfteoffensive mit der Branche erarbeiten und eine Mindestausbildungsvergütung einführen. Wichtig ist der SPD-Bundestagsfraktion auch die Schaffung von Barrierefreiheit im Deutschlandtourismus, die wir im Sinne eines Tourismus für alle weiter vorantreiben. Wir werden uns auch zukünftig dafür einsetzen, dass die Werbung für das weltoffene und gastfreundliche Reiseland Deutschland im Ausland durch die Deutsche Zentrale für Tourismus gestärkt wird.“

Mit Blick auf den Tourismus in Schleswig-Holstein appelliert Hiller-Ohm an die Landesregierung von CDU, FDP und Grünen, den erfolgreichen Kurs, den die SPD in der Tourismuspolitik in der letzten Wahlperiode verantwortet hat, fortzusetzen: „Die aktuelle Tourismusanalyse zeigt, dass die in den vergangenen Jahren erfolgreiche Erhöhung der Marktanteile für den Tourismus im Norden kein Selbstläufer ist. Neben einer besseren Erreichbarkeit der Tourismusorte und dem Breitbandausbau ist eine Strategie zur Bewältigung des Fachkräftemangels gerade im Gastgewerbe notwendig, um das vielfältige touristische Angebot in Schleswig-Holstein und die hohe Servicequalität zu sichern.“