Berlinbesuch

"Auf den Internetseiten des Deutschen Bundestages habe ich gelesen, dass die Abgeordneten nach Berlin einladen können..."

Ja, das ist richtig. Uns Abgeordneten steht ein Kontingent für Einladungen zur Verfügung. Leider reicht dieses bei weitem nicht aus. Die Anfragen aus dem Wahlkreis, an einer dieser Ein- oder Mehrtagesreisen teilzunehmen, ist sehr groß. Ich freue mich, dass sich vor allem auch Lehrerinnen und Lehrer aus meinem Wahlkreis um Fahrten für ihre Klassen bemühen. Für viele Jugendliche ist dies ein Anreiz, sich mit Politik und mit unserer Demokratie zu beschäftigen und auch mich als ihre Bundestagsabgeordnete einmal persönlich kennenzulernen. Ich sage den jungen Menschen dann: Macht mit, mischt euch ein, es ist eure Zukunft und es ist euer Land. Politik geschieht nicht von alleine. Es müssen Menschen da sein, die sie gestalten. Freiheit und Demokratie sind keine Selbstverständlichkeiten, sie müssen verteidigt werden.

Neben den Schulklassen kommen Menschen aus Vereinen, Verbänden, Gewerkschaften und Initiativen und interessierte Bürgerinnen und Bürger nach Berlin.

Herr Oswald Becker hat 2007 an einer Dreitagesfahrt teilgenommen und mir den folgenden Bericht über seine Eindrücke geschickt: Jetzt versteht er besser, wenn er Bilder aus der Berliner Politik im Fernsehn sieht; das ist das Fazit eines der 50 Teilnehmer einer Reise in das "politische" Berlin. Dazu eingeladen hatte die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm, SPD. Finanziert und betreut werden solche Informationsreisen für Bürger über das Presse und Informationsamt der Bundesregierung, kurz BPA (Bundespresseamt). In der Gruppe am Wochenende befand sich auch eine Abordnung von ausländischen Mitgliedern der IG-Metall und ein Vertreter der AWO Schlutup. Drei Tage wurden sie dort über Bundespolitik, -regierung und den Bundestag informiert.
Auf dem Besuchsprogramm standen ebenso ein Kennenlernen der Bundeshauptstadt per Stadtrundfahrt mit Schwerpunkt der politischen Wirkungsstätten, auch das jüdische Museum und die Holokaust-Gedenkstätte in der Behrensstraße in unmittelbarer Nähe zum Brandenburger Tor. Auf den Besucherrängen im Bundestag wurde die Debatte im Plenum über die Agenda 21 der CDU verfolgt. Besonders fiel den Besuchern auf, wie sich der Saal kurz vor der Abstimmung füllte.
Bei ihrem Vortrag über ihr Wirken in Berlin erklärte die Abgeordnete Hiller-Ohm, es gäbe da einen Notplan, nachdem Abgeordnete zur Abstimmung aufgefordert würden, wenn erkennbar würde, daß die Opposition mehr MdBs aktiviert hätte. Nur einmal hätte dieses Warnsystem nicht geklappt und die Abstimmung sei anders ausgefallen, als die Mehrheitsverhältnisse zwischen Regierung und Opposition. Vor fünf Jahren sei sie als Neuling nach Berlin gekommen, nun habe sie ihre Erfahrungen gesammelt und könne sich gut in die Arbeit einbringen - für Lübeck. So habe ihr Mitwirken dazu geführt, daß die Finanzierung des Ausbaus der Bundesstraße 207 und die Elektrifizierung der Bahnstrecke Hamburg-Lübeck sichergestellt sei.
Im Willy-Brandt-Haus, der Bundeszentrale der SPD in Berlin-Kreuzberg ging es vorrangig um das in der Vorbereitung befindliche neue Programm der SPD, das auf dem Parteitag in Hamburg beschlossen werden soll.
Text: Oswald Becker | www.hl-live.de

Bei Interesse an einem Berlinbesuch – ganz gleich welcher Art – können Sie sich in meinem Berliner Büro melden unter (030) 227 - 73514.